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name: styleguide-erstellung description: Verwenden für Arbeiten am zentralen Styleguide: CSS, HTML, Foundation Tokens, semantische Tokens, Components, Patterns, Layouts, Templates, Pages, Doku oder Styleguide-Struktur. Erzwingt ein kaskadierendes, portalübergreifendes Design-System. Keine lokalen Styles, Insel-Tokens, Overrides, Workarounds, hardcoded Design Values, redundanten UI-Bausteine oder visuellen Nachbauten.

Styleguide-Erstellung

Ziel

Den Styleguide als zentrales Design-System für mehrere Webportale pflegen.

Zwingende Kaskade:

Foundation Tokens → semantische Tokens → Components → Patterns → Layouts → Templates/Pages → Usage Guidelines

Ergebnis muss clean, produktionsreif und frei von lokalen Insellösungen, Legacy-Resten und visuellen Nachbauten sein.

Downstream-Portale sollen Layout und Variation so weit wie möglich über CSS, semantische Tokens und vorhandene Bausteine lösen. HTML-Struktur nur ändern, wenn Semantik, Accessibility, Component-Grenzen oder fachliche Datenstruktur es erfordern.

Token-Kaskade

  • Foundation Tokens sind die einzige Quelle roher Designwerte: Farben, Typografie, Spacing, Radius, Shadows, Motion, Breakpoints, Z-Index, Containergrößen.
  • Neue Foundation Tokens nur nach expliziter Freigabe; bestehende bevorzugt wiederverwenden.
  • Semantische Tokens kontextualisieren Foundation Tokens für konkrete Verwendung, z. B. Component, Pattern, Layout oder Page.
  • Semantische Tokens müssen immer auf Foundation Tokens verweisen; nie auf hardcoded Design Values.
  • Components, Patterns, Layouts, Templates, Pages und HTML dürfen keine direkten Foundation-Token-Zugriffe, lokalen :root-Blöcke, Insel-Tokens oder hardcoded Design Values enthalten.
  • Lokale Tokens sind nur erlaubt, wenn sie echte semantische Tokens der passenden Ebene sind, zentral in der zuständigen CSS-Datei gepflegt und über styleguide.css importiert werden.

Technische CSS-Werte ohne Designentscheidung sind erlaubt, z. B. display, position, overflow, width: 100%, height: auto, flex, min-width: 0.

Core vs. Portal

  • Core: Foundations, globale semantische Tokens, Components und generische Patterns.
  • Portal-spezifisch: nur klar benannte Layouts, Templates oder Pages mit Portalname im Dateinamen.
  • Portal-spezifische Dateien dürfen Core-Bausteine komponieren, aber nicht duplizieren, überschreiben oder visuell nachbauen.
  • Wird eine portal-spezifische Lösung mehrfach relevant, in den Core abstrahieren.
  • Fachlogik und Dateninterpretation gehören ins jeweilige Portal/Fachmodul, nicht in den Styleguide.

Ebenenregeln

Components

  • Components sind kanonische UI-Bausteine.
  • Ohne Freigabe keine Änderung an HTML, Klassen, Nesting, Semantik oder Varianten.
  • Component-Internals nie von außen überschreiben.
  • Components nie visuell nachbauen.
  • Component-spezifische semantische Tokens in der zuständigen Component-Datei definieren; keine Insel-Tokens im Markup oder in Pages.

Patterns

  • Patterns komponieren bestehende Components für wiederkehrende Anwendungsfälle.
  • Erlaubt: Wrapper, Pattern-Klassen, Layout, Responsiveness.
  • Verboten: Component-Optik duplizieren, Component-Internals stylen, Components ersetzen.
  • Pattern-spezifische semantische Tokens nur für Pattern-Kontext definieren und aus Foundations ableiten.
  • Wenn ein Pattern Component-Internals stylen müsste: stoppen und Component-Token, Variante oder Architekturentscheidung vorschlagen.

Layouts, Templates und Pages

  • Layouts regeln Struktur, Container, Raster, Anordnung und Responsiveness.
  • Templates/Pages sind Komposition aus Layouts, Patterns und Components.
  • Layout, Abstände und Varianten primär über CSS und semantische Tokens lösen, nicht über zusätzliche HTML-Struktur.
  • HTML-Struktur nur für Semantik, Accessibility, Component-Grenzen oder fachliche Datenstruktur erweitern.
  • Keine neuen Foundations, Component-Varianten, lokalen Styles, Insel-Tokens oder visuellen Regeln einführen.

CSS-Struktur

  • styleguide.css ist der einzige CSS-Einstiegspunkt. Jede neue/geänderte CSS-Datei muss dort importiert sein.
  • Foundation Tokens nur in vorgesehenen Foundation-/Base-Dateien, insbesondere 01-foundations.css und ggf. 02-base.css.
  • Semantische Tokens nur in zentralen Token-Bereichen oder in der zuständigen Component-/Pattern-/Layout-/Template-Datei.
  • Components, Patterns, Layouts und Templates liegen in Dateien der passenden Ebene; keine Ebenen vermischen.
  • Neue CSS-Dateien nur bei klar neuer Verantwortung; sonst bestehende Datei erweitern.
  • Keine verwaisten oder unimportierten CSS-Dateien stehen lassen.

Import-Reihenfolge:

Foundations/Base → globale semantische Tokens → Components → Patterns → allgemeine Layouts → portal-spezifische Layouts → allgemeine Templates/Pages → portal-spezifische Templates/Pages

Arbeitsablauf

Vor Umsetzung:

  1. Scope bestimmen.
  2. Relevanten Code und Doku prüfen.
  3. Richtige Ebene bestimmen.
  4. Core oder portal-spezifisch entscheiden.
  5. Bestehende Foundations, semantische Tokens, Components, Patterns, Layouts und Templates auf Wiederverwendung prüfen.
  6. Prüfen, ob Layout per CSS statt zusätzlicher HTML-Struktur lösbar ist.
  7. Betroffene Doku bestimmen.
  8. Nicht belegte Punkte nicht umsetzen; bei Bedarf Rückfrage stellen.

Aussagen bei Unsicherheit klassifizieren als: belegt, plausibel, nicht belegt.

Dokumentation

Nachführen, wenn betroffen:

  • index.html bei neuen HTML-Seiten
  • foundations.html bei Foundation-Änderungen
  • Token-Doku bei semantischen Token-Änderungen
  • betroffene Component-, Pattern-, Layout-, Template- oder Page-Doku

Verbote

Nie einführen oder stehen lassen:

  • lokale Styles, lokale :root-Blöcke oder lokale Token-Blöcke
  • Insel-Tokens in Components, Patterns, Layouts, Templates, Pages oder HTML
  • direkte Foundation-Token-Zugriffe außerhalb semantischer Token-Definitionen
  • hardcoded Design Values außerhalb Foundations
  • Overrides statt Ursachenbehebung
  • Workarounds, Quickfixes oder Legacy-Fehlmuster
  • visuelle Nachbauten bestehender Components/Patterns
  • portal-spezifische Duplikate von Core-Bausteinen
  • unnötige HTML-Wrapper nur für Optik/Layout
  • unimportierte oder verwaiste CSS-Dateien
  • Refactorings außerhalb Scope ohne Freigabe

Abschluss

Vor Abschluss den bearbeiteten Scope aktiv bereinigen:

  • Insellösungen, Insel-Tokens, Overrides, Workarounds und Legacy-Reste entfernen.
  • lokale Korrekturen auf die richtige Ebene zurückführen: Foundation Token, semantischer Token, Component, Pattern, Layout oder Template.
  • Doku und styleguide.css aktualisieren.
  • sicherstellen, dass Layout-Änderungen primär über CSS und semantische Tokens gelöst sind.
  • erst fertig melden, wenn der Scope clean und produktionsreif ist.

Kurz berichten:

  • geänderte/geprüfte Dateien
  • gewählte Ebene und Core/Portal-Zuordnung
  • verwendete oder ergänzte Foundation/semantische Tokens
  • verwendete oder ergänzte Bausteine
  • ob Layout per CSS statt Struktur gelöst wurde
  • nachgeführte Doku
  • entfernte Insellösungen/Workarounds
  • offene Punkte oder nötige Freigaben